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Schritt für Schritt zurück in den Alltag: Robotik in der neurologischen Rehabilitation

Geschrieben von Kommunikation | Oct 1, 2026, 12:44:14 PM

Schritt für Schritt bewegt sich Nana Sakyi durch den Therapieraum der Rehaklinik von ZURZACH Care in Bad Zurzach. Noch wenige Monate zuvor war das kaum vorstellbar: Nach einem Schlaganfall war seine rechte Körperseite vollständig gelähmt, er war auf den Rollstuhl angewiesen. Zweieinhalb Monate später kann er wieder stehen und erste Schritte gehen.

Unterstützt wird er dabei unter anderem durch «The FLOAT». Das robotergestützte Gangtrainingssystem sichert ihn während des Trainings und ermöglicht eine individuell einstellbare Körpergewichtsentlastung. Dadurch kann Sakyi das Gehen und sogar das Treppensteigen in einer geschützten Umgebung üben.

«Die Robotik hilft, die Intensität des Trainings mit vielen Wiederholungen hoch zu halten.»

Viele Wiederholungen für gezieltes Training

Nach einem Schlaganfall verfügt das Gehirn über die Fähigkeit, sich neu zu organisieren. Diese sogenannte Neuroplastizität bildet eine wichtige Grundlage der neurologischen Rehabilitation. Durch intensives und wiederholtes Training sollen Bewegungsabläufe neu erlernt und vorhandene Fähigkeiten gezielt gefördert werden.

Genau hier können roboter- und technologiegestützte Therapien ansetzen. Sie ermöglichen es Patientinnen und Patienten, bestimmte Bewegungsabläufe innerhalb einer Therapieeinheit häufig zu wiederholen. Die Technologie ersetzt dabei keineswegs die Arbeit der Therapeutinnen und Therapeuten, sondern ergänzt und unterstützt sie.

«Die Robotik hilft, die Intensität des Trainings mit vielen Wiederholungen hoch zu halten», erklärt Prof. Dr. med. Peter Sandor, Chief Medical Officer und Chefarzt bei ZURZACH Care.    

Vom Seilroboter bis zum Gangtrainer

Je nach individuellen Einschränkungen und Therapiezielen kommen bei ZURZACH Care unterschiedliche Technologien zum Einsatz. «The FLOAT» ermöglicht beispielsweise dreidimensionale Bewegungen im Raum. Patientinnen und Patienten können damit unter anderem das Gehen, Gleichgewicht und Treppensteigen trainieren. Die intelligente Seilrobotik bietet dabei Sicherheit und erlaubt eine individuell einstellbare Gewichtsentlastung. 

Ein weiteres Beispiel ist der Gangtrainer «Lyra». Er unterstützt Patientinnen und Patienten dabei, Bewegungsabläufe beim Gehen wiederholt zu trainieren. Ein Beispiel liefert ein Patient, der drei Jahre zuvor eine Hirnblutung erlitten hatte. Während einer Therapieeinheit absolviert er mit Unterstützung des Gangtrainers 300 Schritte – rund 170 Meter. Sein Ziel: seine Mobilität weiter verbessern und wieder mehr Selbstständigkeit im Alltag gewinnen.

Auch spielerische Elemente können Teil technologiegestützter Therapien sein. Bei sogenannten Exergames verbinden Patientinnen und Patienten körperliche Bewegungen mit Aufgaben auf einem Bildschirm. Dadurch lassen sich je nach Anwendung neben motorischen auch kognitive Fähigkeiten wie Reaktion und Aufmerksamkeit trainieren.

Technologie ergänzt die persönliche Therapie

So vielfältig die technischen Möglichkeiten inzwischen sind: Im Mittelpunkt steht immer der Mensch. Welche Therapie und welches Gerät eingesetzt werden, richtet sich nach den individuellen Fähigkeiten und Zielen der Patientinnen und Patienten.

Roboter- und technologiegestützte Verfahren sind deshalb bei ZURZACH Care Teil eines umfassenden Rehabilitationskonzepts und ergänzen die klassische Physio- und Ergotherapie. Gerade in der neurologischen Rehabilitation können sie dazu beitragen, intensive und repetitive Trainingseinheiten zu ermöglichen und Bewegungen gezielt zu üben.

Mehr über die roboter- und technologiegestützten Therapien bei ZURZACH Care erfahren:
Roboter- und technologiegestützte Therapien bei ZURZACH Care.

Den ganzen Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Schweizer Familie.